TANZEN: WENN DIE KÖRPERIN / DER KÖRPER ZUR SPRACHE WIRD

Tanzen ist weit mehr als nur Bewegung zur Musik. Es ist eine universelle Sprache, die keine Worte benötigt. Von den rituellen Tänzen der Urzeit, bis hin zu den modernen Choreografien, verbindet Tanzen Menschen über Kulturen und Generationen hinweg.

Tanzen ist eine der ältesten und ursprünglichsten Formen des kreativen, menschlichen Ausdrucks. Es geht über die bloße Umsetzung von Musik in Bewegung hinaus. Es ist eine Sprache der Seele, die keine Worte benötigt, um Emotionen oder persönliche Geschichten zu erzählen.

Tanzen ist auf verschiedensten Ebenen immer Kommunikation und Kontakt – mit mir selbst und mit anderen. Bei Kontaktimprovisation (eine wunderbare Form des berührenden Tanzens mit anderen), steht die Berührung und die gemeinsame Verbindung und Bewegung mit anderen im Vordergrund.

Die Magie der Bewegung:

Wenn die Körperin / der Körper beginnt, sich dem Rhythmus anzupassen, entsteht eine Symbiose aus Musik und Gefühlen. Tanzen ist Ausdruck von allen Gefühlen die gerade da sind, wie zum Beispiel: Lebensfreude, Leidenschaft, Lust, Trauer, Liebe, Wut oder einfach pure Energie. Es ermöglicht uns Emotionen freizusetzen, die sonst oft tief im Inneren verborgen bleiben, wir erhalten auf diese Weise mehr Zugang zu uns selbst.

Tanz ist körperliche Freiheit:

Tanzen ist eine Form der Freiheit. Es verbindet alles in uns (Körperin/Körper, Geist, Seele…) und macht uns ganz. In der Bewegung vergessen wir den Alltag, unsere Probleme, unsere Sorgen, wir fokussieren uns auf das Hier und Jetzt und lassen uns von unserer Körperin /unserem Körper verführen.

Tanzen bedeutet das Leben zu feiern

Die Welt des Tanzes ist unendlich vielfältig. Es ist die Kunst die Musik sichtbar zu  machen. Tanzen bedeutet das Leben zu feiern.

  • Stärkung und Heilung: Tanzen bedeutet lebendig zu sein, Tanzen macht glücklich, verbindet und stärkt das Selbstbewusstsein.

  • Gesundheit und Fitness: Tanzen trainiert Geschicklichkeit, Beweglichkeit, sowie das Koordinationsvermögen. Es ist ein effektives Herz-Kreislauf Training, das Fein- und Grobmotorik verbindet.

  • Gehirntraining: Tanzen verbessert Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Gleichgewicht und Raumwahrnehmung. Das Gehirn wird gefordert zahlreiche Prozesse gleichzeitig zu koordinieren.

  • Mentale Gesundheit: Tanzen fördert die Konzentrationsfähigkeit und lenkt die Aufmerksamkeit nach innen. Es wirkt oft befreiend und stressabbauend. Das macht es zu einer der einfachsten und wirkungsvollsten Methoden für das emotionale Wohlbefinden.

  • Verbindung und Ausdruck: Ob als Gruppentanz oder individueller Ausdruck, Tanz verbindet Menschen und ermöglicht es Gefühle auszudrücken, die oft schwer in Worte zu fassen sind.

„Niemanden kümmert es, ob du gut tanzen kannst. Steh einfach auf und tanze.“

Martha Graham

Ein kreativer Impuls für dich zum Ausprobieren:

Mach für dich Musik, die sich für dich gerade stimmig anfühlt. Geh in Kontakt mit deiner Körperin / mit deinem Körper und berühre auf deine eigene Art, mit deinem eigenen Ausdruck und mit deinem eigenen Tempo deine Körperinteile / deine Körperteile (Füße, Unterschenkel, Oberschenkel, Becken/Hüften, Unterleib, Po, Rücken, Bauch, Brüste / Brust, Schultern, Hals, Arme, Finger, Kopf,…). So kannst du auf deine eigene Weise Kontakt mit deiner Körperin/ mit deinem Körper aufnehmen und in Kommunikation gehen und dir vielleicht selbst das geben, wonach du dich schon lange gesehnt hast (in den Arm nehmen, streicheln, Berührung, schütteln, drehen, hüpfen, kreisen, stampfen,…). Nimm auch gerne deine Stimme mit dazu und töne wie es für dich im hier und jetzt richtig und wichtig anfühlt. Viel Freude dabei!